Denkmalschutz

Der Denkmalschutz ist in unserer modernen Zeit zu einer komplizierten Angelegenheit geworden. Zum einen hat die Gesellschaft ein starkes Bewusstsein dafür entwickelt, Gebäude mit einer Geschichte zu erhalten. Die Sanierung mit der Abrissbirne kommt quasi nicht mehr vor. Auf der anderen Seite werden die Vorschriften zur energieeffizienten Sanierung immer komplexer. Und wer in einem historischen Gebäude wohnt, will nicht auf modernen Wohnkomfort verzichten. Fachbetriebe, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Baudenkmäler zu erhalten, müssen deswegen große Anstrengungen unternehmen, um allen Ansprüchen gerecht zu werden. Die Expertise von PaX-Fachleuten sowie die hitorisierenden Bauelemente von PaXclassic tragen dazu bei, dass bemerkenswerte Gebäude der Nachwelt erhalten bleiben.

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Messen und Veranstaltungen zum Thema Denkmalschutz

News zum Thema Denkmalschutz

Fachartikel zum Thema Denkmalschutz

Bewahrung historischer Fenster aus technischen Gründen

Während historische Fenster auf Flohmärkten reges Käuferinteresse finden, gibt es nach wie vor eine starke Tendenz, diese Bauelemente aus ihren architekturgeschichtlichen Zusammenhängen zu entfernen und durch neue Serienfenster zu ersetzen. Dabei ist die überwiegende Mehrzahl der Altfenster durchaus noch in einem reparablen Zustand, und die formale Qualität der neuen Fenster bleibt weit hinter ihren Vorbildern zurück. Der immense Verlust baulicher Gestaltwerte geht einher mit einem noch gravierenderen Verlust geschichtlicher Qualität, wie unsere historischen Stadtquartiere vielfältig beweisen.

Denkmalpflegerische Aspekte bei Fensterkonstruktionen der 1950er Jahre

Das Jahrzehnt, kurz nach dem Ende des 2. Weltkriegs beginnend, hat eine charakteristische Architektur- und Designsprache hervorgebracht, die wir als Stil der 1950er Jahre bezeichnen. Dieser Stil ist abgeschlossen und liegt lange genug zurück. Er erfüllt damit die formalen Kriterien als Gegenstand denkmalpflegerischer Befassung. Dass dieser Zeitabschnitt denkmalrelevant ist, zeigt eine bereits 1990 durchgeführte Fachtagung in Hannover, auf der Ergebnisse von Bauforschung, Inventarisation sowie Probleme bei der baulichen Umsetzung denkmalpflegerischer Restaurierungen in zahlreichen Beispielen dargestellt wurden. Auf einer Exkursion im Verlauf der Tagung wurden dazu Siedlungen sowie Einzelgebäude besichtigt.

Die Bauhistorische Sammlung des Landesamtes für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz in Mainz

Zur Zeit, Stand 2007, umfasst die Sammlung ca. 3000 Stück. Davon sind 2717 elektronisch erfasst. Alle Stücke sind auf Einzelseiten (Vorder- und Rückseiten) mit den wichtigsten Informationen nach Kategorien aufgenommen, aufgelistet, fotografiert, beschrieben und über CD-ROM abrufbar. Der Beginn der Sammlung fällt in das Jahr 1980. Damals trat der Initiator dieser Sammlung als Gebietsreferent in das Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, Mainz, ein. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als praktischer Denkmalpfleger kümmerte er sich von Anfang an um das so wichtige Feld des historischen Baudetails.

Fenster in historischen Gebäuden und im üblichen Gebäudebestand

Die alte Fenstertechnik hatte im Zusammenhang mit den traditionellen Bauausführungen – vor etwa 1970 war das die Regel – den Vorteil, dass eine Raumluftqualitätssicherung und ein Feuchtesicherheitsventil vorhanden war: das »Bautenschutzfenster « (vgl. Abb. 1). Die alte Fenstertechnik bestand im Regelfall aus Holzrahmen (Blend- und Flügelrahmen), welche recht dichte Falzausbildungen besaßen, die aber nicht absolut luftdicht waren und damit eine passive Raumluftfeuchteanpassung an das Außenklima herstellten.

Fenster in Leipziger Industriebauten im Stadtteil Plagwitz

Ein besonders markanter sachlicher Industriebau der Nachkriegsmoderne ist das 1952/53 nach Entwürfen non Otto Hellriegel und Johannes Koppe errichtete Gebäude für den früheren volkseigenen Betrieb Industriearmaturen in der Karl- Heine-Straße 93. Die große Halle beeindruckt durch ihre riesigen Fensterfronten. Der klinkerverkleidete westliche Kopfbau ist in den Obergeschossen stringent durch Fensterbänder gegliedert. Rote Klinkerflächen und Fensterflächen, die in spannungsvollem Verhältnis zueinander angeordnet sind, charakterisieren diese Architektur. Das heute »Westwerk« genannte Gebäude wird gegenwärtig vor allem für kulturelle Zwecke genutzt (Abb. 13 und 14).