Preußisches Marineschloss in Kiel mit PaXcontur68
Das in seinen Dimensionen beeindruckende Backsteingebäude, in bester Lage an der Kieler Förde gelegen, wurde 1888 als Marineakademie der kaiserlichen Marine erbaut. Ursprünglich als „preußisches Marineschloß“ bezeichnet, war es von 1919 bis 1945 Amtssitz des kommandierenden Admirals der Marinestation der Ostsee. Bei den Luftangriffen im zweiten Weltkrieg wurde das oberste Geschoss stark beschädigt und musste saniert bzw. neu aufgebaut werden. Im darauffolgenden Jahr fiel der Beschluss, zusätzliche Umbauten vorzunehmen und die Nutzung des Gebäudes zu ändern. Das Parlament tagte seit 1947 an verschiedenen Orten in Kiel getagt, aber auch in Lübeck, Flensburg und Eckernförde. Ziel war es, das Gebäude zukünftig als zentralen Parlamentssitz einzurichten.
Anfang Mai 1950 hielt schließlich der Landtag von Schleswig Holstein Einzug und nutzt es seit dem als Parlamentsgebäude.
Am 1. Februar 2001 wurde damit begonnen, das Haus mit einem Gesamtaufwand von rund 21,5 Millionen Euro konsequent umzubauen und zu modernisieren. In diesem Zusammenhang wurde auch mit dem Bau eines neuen Plenarsaales an der Wasserseite begonnen. Der bewusst modern und transparent gestaltete, gläserne Gebäudeteil wurde im März 2003 nach einem Entwurf der Hannoverschen Architekten Anja Brüning und Wolfgang-Michael Pax fertig gestellt.
2020 standen Insgesamt 154 Stück bauzeitliche, einfachverglaste Fenster wegen sanierungsbedürftigem Zustand sowie unzureichender Wärmedämmung und Sicherheit auf dem Prüfstand. So wurde die Entscheidung, die Fenster fachgerecht zu restaurieren und mit geeigneten Isolierglasfenstern von innen zu ergänzen, getroffen. Die neuen Innenfenster verfügen über Sicherheitsbeschläge und eine kombinierte Sicherheits- und Sonnenschutzverglasung. Um eine einfache Bedienung zu gewährleisten wurden teilweise Kastenfensterkopplungsbeschläge eingesetzt.
Die Arbeiten wurden denkmalgerecht von der Firma Kramp&Kramp aus Lemgo-Lieme ausgeführt.
Details zum Projekt
Kiel
Deutschland
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