PaXretro68 Denkmalschutzfenster aus Eukalyptus für Eckgebäude in Villenkolonie Nymphenburg-Gern in München
Im Bayerischen Denkmalatlas ist dieses Anwesen im Münchner Stadtteil Gern als Einzeldenkmal und Teil einer Reihenhausgruppe verzeichnet. Es sticht dabei durch seine Lage mit turmartigen Eckausbildung heraus.
Erbaut wurde die Anlage Anfang des 20. Jahrhunderts von Heilmann & Littmann. Das Unternehmen geht auf das Regensburger Baugeschäft von Jacob Heilmann (gegründet 1871) zurück und wurde 1892 durch seinen Schwiegersohn, den Architekten Max Littmann komplettiert. Nach dem Beitritt Littmanns avancierte das Unternehmen schnell zu einem führenden Anbieter von Bauleistungen im süddeutschen Raum, mit über 2000 Mitarbeitern im Jahre 1910.
Nicht nur etliche Villen, Villenkolonien sowie Gartenstädte in München (u. a. Nymphenburg/Gern, Bogenhausen, Thalkirchen, Harlaching) und im Münchner Umland (u. a. Grünwald, Icking, Feldafing) wurden entwickelt und gebaut, sondern auch Theater und Monumentalbauten setzte man um. Zu den Bekanntesten zählen das Prinzregententheater, das Hofbräuhaus am Platzl und als herausragendes Werk die Villa Stuck des Malerfürsten Franz von Stuck.
Bei der kürzlich abgeschlossenen Renovierung wurden die Schäden vorangehender Sanierungen an der Fassade behutsam revidiert. Zum Glück blieben einige der historischen Kastenfenster erhalten. Sie wurden restauriert und thermisch verbessert (Einbau einer Dichtung und Sonderisolierglas in der inneren Ebene).
Zudem dienten sie als Vorlage für den Austausch der nicht denkmalgerechten Isolierglasfenster aus früheren Sanierungen. In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege wurde ein Einfachfenster mit Wärmeschutzverglasung und dem für München typischen tiefen und profilierten Fensterstock samt Kämpferzierprofil umgesetzt.
Details zum Projekt
München
Deutschland
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