PaXretro68 aus Kiefer für ehemaliges Stadtbauernhaus in Schongau
Das im Pfaffenwinkel gelegene Schongau ist eine der wenigen Städte mit einer noch durchgängig erhaltenen Stadtmauer. Die umschlossene Altstadt steht komplett unter Ensembleschutz, viele Gebäude liegen jedoch unter den Umbausünden der Nachkriegsjahrzehnte versteckt.
Dem ehemaligen Stadtbauernanwesen, neu aufgebaut nach dem großen Stadtbrand Mitte des 19. Jahrhunderts, wurde durch die Sanierung in den 1960er Jahren die charakteristische Erscheinungsform genommen: die typische Tordurchfahrt verschlossen, Fensteröffnungen durch großformatige Schaufenster ersetzt.
Ziel der kürzlich abgeschlossenen Sanierung war die Schaffung von hochwertigem Wohnraum und die Nutzung des hinteren Grundstückareals. Dazu wurde die historische Hofzufahrt wieder geöffnet und die Kleinteiligkeit der alten Wohnräume im Haupthaus komplett entfernt.
Entstanden sind sechs großzügige lichtdurchflutete Wohnungen mit raumhohen Verglasungen zur Hofseite sowie großen Schleppgauben in den Dachgeschosswohnungen. Einen barrierefreien Zugang gestattet der neu installierte Aufzug.
Anhand historischer Fotoaufnahmen konnte die straßenseitige Fassade rekonstruiert werden.
Das einzige noch vorhandene bauzeitliche Fenster wurde restauriert und zum Kastenfenster erweitert.
Eine Besonderheit ist dabei der regional typisch tiefe Blendrahmen, er erlaubt das Anschlagen von Fensterläden, ohne dass es zur Kollission mit den Wetterschenkeln kommt. Diese Besonderheit entdeckt man auch an den neu verbauten denkmalgerechten Holzfenstern mit ihren bemalten Brettläden.
Fotos: S. Hirschvogel, Stadtarchiv Schongau, PaX AG
Details zum Projekt
Schongau
Deutschland
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