PaXretro68 aus Eukalyptus für Jahrhundertwende-Zeilen-Eckwohnhaus in Mainz
Korrekturmaßnahme geglückt
Das stattliche, viergeschossige Zeilen-Eckwohnhaus wurde um 1890 in Mainz-Neustadt erbaut. Die Fassade ist im Stil der Neorenaissance gestaltet und weist eine deutliche horizontale Betonung auf. Diese wird erzeugt durch die strenge Fensterreihung und Gesimse, die sich farblich von den gelben Klinkersteinen abheben. Wenn man sich länger mit der Fassadengestaltung beschäftigt, fallen unzählige klassische Stilelemente auf. Das Sockelgeschoss mit bossierten Natursteinquadern, im Erdgeschoß stark verzierte Fenstergewände mit massiven heraus kragenden Diamantquadern, alles handwerklich in hoher Qualität in rotem Sandstein gearbeitet. Bemerkenswert sind auch die beiden Köpfe im ersten Obergeschoß, die mit ernster Mine über den Eingangsbereich herabschauen. Ob es sich dabei wohlmöglich um die vollplastischen Portraits der einstigen Erbauer handelt, ist nicht mehr nachvollziehbar. Besonderes Augenmerk verdient auch der sehr aufwendig gestaltete Schmuckerker, dessen Konsole von einem weiteren vollplastischen Haupt, einem streng dreinblickenden bärtigen Herren, gebildet wird. Nun aber zu den Fenstern: Im Erdgeschoß und im zweiten Obergeschoß wurden in der Nachkriegszeit ungeteilte Fenster eingebaut. Im Zuge der Wohnungssanierung wurden diese gegen neue Isolierverglaste Schallschutzfenster getauscht, die sich in Farbe, Proportion und Profilierung den Bestandsfenstern sehr gut anpassen. Die Arbeiten wurden von Firma Baumeister aus Klein-Winternheim in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde ausgeführt. Nach der gelungenen Korrekturmaßnahme könnte nun eigentlich auch der streng blickende bärtige Herr wieder etwas gnädiger schauen…
Details zum Projekt
Mainz
Deutschland
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