PaXretro58 aus Eukalyptus in ehemaligem Forsthaus in Rottenburg installiert
Neue Globulusfenster für ein vornehmes Denkmal
Fenster in einem Denkmal zu erneuern, ist immer wieder eine spannende Herausforderung.
Das gute Zusammenspiel von Handwerk, Architekt, Denkmalschutz und nicht zuletzt auch Eigentümer ist die Voraussetzung, um wertvolle Bausubstanz für die nächsten Generationen zu erhalten. Das Beispiel eines vornehmen Privathauses in Rottenburg zeigt den Idealfall des konstruktiven Miteinanders auf.
Das Gebäude, das nach den Bauplänen vom Königlichen Bezirksbauamt 1905 errichtet wurde, ist eines der wenigen gut erhaltenen Beispiele für den gehobenen Wohnhausbau Rottenburgs aus dieser Zeit. Ursprünglich wurde es als Wohngebäude für Bedienstete des Landesgefängnisses, speziell für den evangelischen Anstaltsgeistlichen und den Gefängnisinspektor, erbaut. Die leicht asymmetrische Fensterverteilung und andere Fassadendetails sind noch im Geist des späten Historismus gestaltet, viele Schmuckformen weisen aber bereits neobarocke Gestaltungsmerkmale auf.
Im Laufe seiner Geschichte hat das Gebäude eine Umnutzung durch das ehemals Staatliche Forstamt erfahren, bevor es in den Besitz seiner jetzigen Eigentümer gelangte. Im Zuge einer anstehenden Sanierung, die durch das Architekturbüro Osterried betreut wurde, stand auch die stilistisch erforderliche Fenstererneuerung an, zumal in den letzten 30-40 Jahren die bauzeitlichen Fenster gegen unpassende Verbund- und Isolierglasfenster getauscht wurden (Bildauswahl bis 2007).
Aufgrund der hohen Anforderungen an die Fenster wurde der Auftrag an die renommierte Firma ADI Hummel aus Heiligenberg vergeben, die sich mit der Sanierung von wertvoller Bausubstanz bestens auskennt und über umfangreiche Erfahrungen verfügt. Anhand einer historischen Fotografie wurden in enger Abstimmung mit dem zuständigen Landeskonservator die Teilungen und Sprossierungen der neuen Fenster definiert, hierzu hatte Firma Hummel entsprechende Schnitt- und Ansichtszeichnungen erstellt. Weiterhin konnte Hummel die Beteiligten dafür begeistern, bei diesem Baudenkmal besondere Fenster einzusetzen. Als langjähriger Partnerbetrieb von PaXclassic, einem auf Denkmalschutz spezialisierten Fensterhersteller, konnte er auf ungewöhnlich schlanke Profile und Sonderlösungen zurückgreifen. Die Vorgabe der Denkmalpflege bestand aus schmalen Ansichtsbreiten und einem konstruktiven Wetterschenkel, der im Idealfall auch noch ohne Ansatz bis zur Glasebene reicht. Alle Wünsche wurden von PaXclassic mit dem Fensterytp „Retro58“ erfüllt. Schlanke Ansichtsbreiten (Stulp 94mm, Kämpfer 145mm), eine Gebrauchstauglichkeitsprüfung nach DIN 18055 (EN 12207), und nicht zuletzt die aufwändige 4fach-Beschichtung unter Verwendung eines speziellen Kapillarblockers definieren die besonders solide und handwerklich denkmalgerechte Ausführung. Und auch bei der Auswahl der Holzart wurden die Wünsche nach Wirtschaftlichkeit und Haltbarkeit optimal erfüllt: PaXclassic fertigte die Fenster in Eukalyptus Globulus und bot auch eine 10-Jahresgarantie im Rahmen der Remmers-System-Garantie an.
Nach der gelungenen Sanierung hat das Baudenkmal nun wieder stimmige Fenster und erfreut nicht nur die Rottenburger mit seiner noblen Architektur.
Details zum Projekt
Rottenburg
Deutschland
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