PaXpur58 Fenster aus Kiefer und Vollblatttüren für Pavillon aus den 1920er Jahren in Frankfurt am Main
Der Huthparkpavillon hat einiges erlebt. Er sollte abgerissen werden und hat schließlich doch noch einmal Glück gehabt. Erbaut wurde er zwischen 1929 und 1930 im Rahmen des Bauprogramms „neues Frankfurt“. Konzipiert wurde das Gebäude ursprünglich als Sportstättenerweiterung mit Duschkabinen für die nahegelegene Zentgrafenschule und als Unterstand bei schlechtem Wetter. Namhafte Frankfurter Architekten – unter der Aufsicht von Stadtbaumeister Ernst May, gaben dem Pavillon seinen eigenständigen Charakter. Er liegt in leichter Hanglage, wodurch er talseitig ein Untergeschoss hat. Ein Schirmdach überwölbt den halbkreisförmigen Hauptraum im Erdgeschoss von wo aus sich ein schöner Blick in den Park ergibt. Nach einer Sanierung in den 1960er Jahren wurde das Gebäude irgendwann nicht mehr genutzt. Es verwahrloste in den Folgejahren derart, dass es 2004 zu einem Abrißantrag des Schandflecks durch den Ortsbeirat gekommen ist. Allerdings wurde hier die denkmalpflegerische Bedeutung unterschätzt. Nach weiteren Jahren der Verwahrlosung wurde 2009 endlich grünes Licht für die aufwendige Sanierung zur Umnutzung zu einem Parkcafé gegeben. Die Rotunde des Pavillons wurde nach dem Entwurf des Frankfurter Architekten D.W. Dreysse vollflächig verglast. So entstanden im Innenraum 45 Sitzplätze. Der Außenbereich hat eine große Sommerterrasse, im Untergeschoss wurden öffentlich zugängliche Toiletten bereitgestellt. Aufgrund der sehr kleinen Öffnungsformate zählte bei den Lichtbandfenstern jeder Millimeter. Hier fiel die Wahl auf sehr schlanke 58mm Profile. Um jeden Millimeter Holzanteil zu sparen und Glasfläche zu gewinnen wurde ganz bewusst auf moderne Beschlagtechnik verzichtet. Die Türen wurden als Vollblatttüren konstruiert. Die Arbeiten wurden von der Schreinerei Christian Reul aus Frankfurt umgesetzt. Heute wird der Huthparkpavillon von den Parkbesuchern gerne besucht und kann den nächsten Jahrzehnten gelassen entgegen sehen.
Details zum Projekt
Frankfurt am Main
Deutschland
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