PaXpur 58 Fenster aus Kiefer und Haustür für Fachwerkgebäude in Kronberg
Seit über 400 Jahren gibt die älteste kirchliche Stiftung Hessens armen Menschen ein Obdach. So auch im „Cronberger Spital, das 1436 erstmalig im Zinsbuch Frank des Reichen und dann noch mal 1586 im Zusammenhang einer Armenspeisung durch Hartmut den 13ten. erwähnt wurde. Durch Stiftungszuwendungen der Ritter von Kronberg wurde das Spital als Fachwerkgebäude, stattlich und unübersehbar zwischen den kleineren Fachwerkhäusern der Umgebung, in den Jahren 1609 – 1611 neu errichtet. Ein Spital war zur damaligen Zeit weniger ein Krankenhaus als vielmehr eine Möglichkeit, Obdachlosen, armen Witwen, gefallenen Mädchen und anderen Bedürftigen Kost und Logis zu geben. Es ist vom Kronberger Spital überliefert, das dort früher mittellose Witwen mit ihren oftmals zahlreichen Kindern auf engstem Raum lebten. Als Gegenleistung mussten sie die Strassen rund um das Gebäude fegen. Auch bemerkenswert: Noch bis zum Ende der 1950er Jahre mussten die Bewohner das Wasser aus einem Brunnen holen. Im Jahr 1996 konnten Reparaturarbeiten am Dach nicht mehr aufgeschoben werden. Im Zuge der Untersuchungen stellte sich schnell heraus, dass die Schäden weit umfangreicher waren, als bislang vermutet. Die Balkenlage der Obergeschoßdecke und die der darunter liegenden Geschosse waren dringend sanierungsbedürftig – das Gebäude musste aus Sicherheitsgründen geräumt werden. „Wir haben das ganze Haus auseinander genommen“ erzählt Pfarrer Hans-Joachim Hackel. Nicht nur die geschädigten Balken und das Dach wurden sorgfältig saniert – auch die fachwerksichtigen Fassaden und die Holzfenster wurden nach Vorgabe des Landesamtes für Denkmalpflege wieder rekonstruiert. Bei den Fenstern machten die kleinen Öffnungsmasse der Gefache von teilweise nur 70 x 120cm die Profilgestaltung zur Millimeteraufgabe. Diese Herausforderung konnte jedoch mit einem speziell hierfür entworfenen, besonders schmalen Holzquerschnitt von PaXclassic gemeistert werden. Letztendlich war die umfangreiche Sanierung des Spitals ein sorgfältiges Abwägen zwischen Denkmalpflege, Architektureingriffen und nutzbarer Wohnfläche. Im Ergebnis sind sechs Sozialwohnungen mit gesundem Raumklima entstanden – und das denkmalverträglich. So erstrahlt das älteste Kronberger Gebäude wieder in seinem alten Glanz und bietet seit über 400 Jahren auch zukünftig hilfsbedürftigen ein sicheres Obdach.
Details zum Projekt
Kronberg
Deutschland
Weitere Referenzen
Kunststoff-Aluminium-Fenster für Neubau in Markt Taschendorf
Denkmalgerechte Holzfenster für Wohnhaus mit Ensembleschutz