PaXcontur68 als Schallschutzmaßnahme für Wohn- und Geschäftshaus in Mainz
Draußen laut, innen leise, vor der Tür sind 18 Gleise
Das fünfgeschossige Mehrfamilienhaus, in der Mainzer Denkmalliste als „Wohn- und Geschäftshaus, erbaut 1907 von Architekt Heinrich Schmidt“ geführt, hat eine eher sparsam verzierte Fassade. Rote Fenstergewände, Gesimse mit Zahnschnitt, zwei Voluten und drei Medaillons – mehr brauchte es hier nicht für eine ruhige Architektursprache der späten Jahrhundertwende. Naja, ruhig einerseits, andererseits steht das Haus Luftlinie ca. 15 Meter von einer 18 Gleise breiten Bahntrasse entfernt. Kurz: Die Definition von „Leise“ ist eine andere, und somit fiel dieses und weitere benachbarte Gebäude in das von der Bundesregierung 1999 freiwillig ins Leben gerufene Förderprogramm „Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes“. Das Förderprogramm wurde in diesem Viertel Anfang des Jahrtausends durchgeführt, die Eigentümer in Frage kommenden Gebäude erhielten finanzielle Zuschüsse für neue Schallschutzfenster. Je nach Wohnungsausrichtung bzw. Zimmernutzung wurden Fenster bis zur Schallschutzklasse 5 gefördert. Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, mussten in Absprache mit der Denkmalbehörde Holzfenster mit konstruktivem Wetterschenkel sowie passenden Zierprofilen und einem zur Fassade abgestimmten Farbton eingesetzt werden. Als Holzart wurde hier das damals gängige Tropenholz Meranti verwendet. Gut 20 Jahre später sehen die Fenster, damals schon mit Vierfachbeschichtung, noch immer perfekt aus, mussten noch nicht gestrichen werden. Und die Moral: Eine sehr gute Fensterbeschichtung und eine sehr gute Schallschutzverglasung lassen Bewohner beruhigt schlafen.
Details zum Projekt
Mainz
Deutschland
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