Installation von PaXretro58 Fenstern aus Fichte in Diözese Rottenburg
PaX vobiscum! Das Bischöfliche Palais wurde 1657/58 durch die Freiherren von Hohenberg erbaut. Die Fassaden des barocken Gebäudes mit seinen markanten Staffel- bzw. Treppengiebeln sind streng gegliedert und für die Barockzeit eher schmucklos. Das Palais beeindruckt in erster Linie mit seiner schieren Größe und den strengen Fensterreihungen, die jedoch durch eine abwechselnde Dreiecks- und Segmentgiebelverdachung für Plastizität sorgen. Das Haus wurde bereits drei Jahre nach seiner Fertigstellung vom Jesuitenorden erworben und war bis zur Aufhebung des Ordens 1773 ein Jesuitenkolleg mit Gymnasium. Ab dem späten 18. Jahrhundert wurde das Gebäude österreichischer und nach 1806 württembergischer Behördensitz. Am 16. August 1821 wird das Palaisgebäude Sitz der Diözese Rottenburg, die Errichtung erfolgte von Papst Pius VII. mit der päpstlichen Urkunde „Provida Solersque“. Solche Neuumschreibungen waren die Ergebnisse des Wiener Kongresses von 1815, auf dem die schwebenden kirchlichen Angelegenheiten nicht eindeutig geregelt worden waren. In diesem Zusammenhang war es dem Papst wichtig, die kirchlichen Grenzen an die territorialen Grenzen anzugleichen. Seit 200 Jahren ist das Palais somit der Verwaltungssitz der Diözese. Wegen unzureichendem Brandschutz, gravierender Bauschäden sowie nicht mehr zeitgemäßen Installationen konnten das Palais nicht ohne umfangreiche Maßnahmen weitergenutzt werden. Die denkmalgerechte Sanierung des historischen Anwesens und die gelungene Einbindung spektakulärer moderner Architektur wurde von einem renommierten Stuttgarter Architekturbüro geplant und durchgeführt. Die neuen PaX-Fenster wurden mit schmalen 58mm Profilen ausgeführt. Die Teilung und Zierprofilierung wurde anhand einiger restaurierter Bestandsfenster abgeleitet. Nicht nur die Sanierung und die zeitgenössischen Erweiterungsgebäude erfreuen die Rottenburger: Das gute Zusammenwirken von Priestern, Ordensleuten und „Laien“ gehört bis heute zu den charakteristischen Merkmalen der Diözese.
Details zum Projekt
Rottenburg
Deutschland
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