Hotel Eden in Mainz mit PaXcontur68 aus Kiefer
Jahrelang war das Hotel Eden alles andere als ein schöner Anblick. Bahnreisende, die aus dem Bahnhof kamen, wurden von einem runtergekommenen und seit vielen Jahren leerstehenden Gebäude empfangen. Zunehmend wurde das einstige Schmuckstück als Schandfleck bezeichnet. Aber der Reihe nach: Das Hotel Eden steht unter Ensembleschutz und gehört zur halbkreisförmigen Platzanlage vor dem Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs. Die Anlage wurde Ende des 19. Jhds. als repräsentativer Stadteingang mit Hotel- und Restaurationsbetrieben angelegt. Das Hotel, im Stil des Historismus erbaut, war tatsächlich um die Jahrhundertwende stark in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. Ein mutiger Mainzer Investor erwarb das Gebäude und nahm Kontakt mit dem Denkmalamt auf. Ein Thema war natürlich auch die Erneuerung der vollkommen deplatzierten und das Fassadenbild störenden Aluminiumfenster aus den 1980er Jahren. Das Denkmalamt orientierte sich bei der Aufteilung der neuen Fenster an historischen Aufnahmen vor dem zweiten Weltkrieg. Bei den Zierprofilen wurde, nicht unüblich für Gebäude des Historismus, Fassadenschmuck zitiert. So gibt es Parallelen von den Gesimsprofilen der Fassade und den Kämpferzierprofilen der neuen Fenster, ebenso wie das Diamantquadermotiv Fassade und Türen wieder gleichermaßen schmückt. Die Liebe zum Detail ist auch bei der besonderen Profilierung der Kämpfer von den Türen erkennbar. Das historisch durchlaufende Sandsteingesims war bei den Aluminiumelementen unterbrochen. In der rekonstruierten Lösung wurde es als Türschmuck handwerklich sauber genau angeglichen und läuft nun wieder durch. Aufgrund der unmittelbaren nähe zum Bahnhof war natürlich auch Schallschutz ein wesentliches Thema. Verglasungen mit einer im Glas eingebrachten, unsichtbaren Schallschutzfolie sowie zwei Dichtungsebenen sorgen mit der hohen Schallschutzklasse für einen ruhigen Schlaf der Hotelgäste. Nach der umfangreichen Sanierung – nicht nur der Fenster – wirkt das alte Haus nun wieder einladend – ganz im Sinne der ursprünglichen Planung.
Details zum Projekt
Mainz
Deutschland
Weitere Referenzen
Kunststoff-Aluminium-Fenster für Neubau in Markt Taschendorf
Denkmalgerechte Holzfenster für Wohnhaus mit Ensembleschutz