Historisches Rathaus im Allgäu
Klassisch-Handwerklich: Mit Standölbeschichtung
Klassisch-Handwerklich: Mit Standölbeschichtung
Das Rathaus Isny im Allgäu blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die eng mit der Entwicklung der ehemaligen Freien Reichsstadt verknüpft ist. Ursprünglich bestand der Komplex in der Wassertorstraße aus drei separaten, spätgotischen Patrizierhäusern. Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1631 wurden diese Gebäude zusammengefasst. Ab 1653 erhielten sie eine einheitliche, barocke Fassade und dienen seither als Verwaltungssitz der Stadt. Ein optischer Höhepunkt im Inneren ist der historische Ratssaal aus dem Jahr 1682. Er besticht durch seine kunstvolle, intarsierte Holzvertäfelung sowie einem prachtvollen barocken Fayence-Kachelofen mit detaillierten Motiven aus der biblischen Geschichte und der römischen Antike. Um diesen wertvollen Gebäudekomplex auch in Zukunft gut nutzen zu können, beschloss die Stadt, die sanierungsbedürftigen, einfachverglasten Nachkriegsfenster an der Fassade zur Wassertorstraße und zum Innenhof denkmalgerecht zu erneuern. Die Arbeiten erforderten Flexibilität: Die neuen Holzfenster wurden in klassischer Manier mit pigmentiertem Standöl gestrichen, während gleichzeitig der energetische Standard des Kulturdenkmals durch die Isolierverglasung spürbar verbessert wurde. Die Glasfassade vom Treppenhaus auf der Rückseite bietet einen interessanten Kontrast zu den rekonstruierten neuen Holzfenstern. Kurz: schön klassisch gelöst!
Details zum Projekt
Marktplatz 2
88316 Isny
Deutschland
massiver Steinbau Denkmalschutz
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