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Gemeindehaus Opfingen aus dem Neoklassizismus mit PaXretro58 aus Kiefer

Die Fenster wurden mit konstruktiv glasteilenden Sprossen ausgestattet.
Gemeindehaus Opfingen aus dem Neoklassizismus mit PaXretro58 aus Kiefer

Die alten einfachverglasten Fenster aus der Nachkriegszeit waren dringend sanierungsbedürftig, der Kitt bröckelte raus und der Altanstrich patzte flächig ab. Auch die alten Blendläden, ebenfalls aus der Nachkriegszeit wiesen Schäden auf und waren reparaturbedürftig. Der Eigentümer des Gebäudes entschied sich - auch aufgrund der angestrebten und erforderlichen Verbesserung von Wärme- und Schallschutz, für eine Erneuerung aller 53 Fenster und Läden. Das Architekturbüro PLAN A Architektur aus Freiburg erhielt den Auftrag, diese Maßnahme umzusetzen und eine entsprechende, denkmalgerechte Lösung auf den Weg zur Ausschreibung zu bringen. Aufgrund der denkmalpflegerischen Vorgabe möglichst schmale Ansichtsbreiten und echte, konstruktive glasteilende Sprossen zu verwenden, kam PaX als Ideengeber auf den Plan. Es wurde ein entsprechendes Isolierglasfenster erarbeitet, was die Anforderungen der Denkmalpflege an Dimensionierung, Aufteilung und Zierprofile erfüllt. Die öffentliche Ausschreibung konnte die regional ansässige Glaserei Andris für sich entscheiden. Die optischen Veränderungen der neuen Isolierglasfenster gegenüber den alten Einfachfenstern sind nahezu unmerklich, somit wurde das Ziel erreicht. 

An der Fassade des Gebäudes ist eine Informationstafel, die einen kurzen Überblick über die gut nachvollziehbare Geschichte des Gebäudes gibt. Hier steht unter anderem: "1788: Markgraf Karl Friedrich von Baden bewilligt den Abbruch der alten Häuser und gibt die Erlaubnis, auf selbigen Platz ein neues Gemeindehaus zu errichten. Im Untergeschoss sollte eine Wachstube, ein Feuerspritzenhaus sowie das Bürgergefängnis eingerichtet werden, darüber eine geräumige Stube für die Gemeindeversammlungen - aber ohne Wirtschaftsgerechtigkeit. 1788 - 1795: Bau des Gebäudes unter der Leitung des "Markgräflich badischen Landbaumeisters Carl Friedrich Meerwein".

Das Gebäude wurde tatsächlich bis 1963, also ununterbrochen fast 170 Jahre, als Gemeindehaus, Schule und Lehrerwohnung genutzt. Ab 1963 wurden die Schulräume zu Büros für die Ortsverwaltung umgebaut und ein Bürgersaal eingerichtet. 1975/76 fand eine Renovierung vom Untergeschoß statt, 2013 wurde eine Neubedachung vorgenommen und die Fassaden samt Fenster renoviert bzw. erneuert.  

Details zum Projekt
Ausführungsjahr:
2013
Ort:

Opfingen
Deutschland

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