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Ehemalige Kaserne in Frankfurt Höchst mit PaXretro68 aus Kiefer

Die Binnengliederung sowie die Auswahl der Zierprofile definierte das Denkmalamt der Stadt Frankfurt, wie auch die Landesdenkmalpflege Hessen. 
Ehemalige Kaserne in Frankfurt Höchst mit PaXretro68 aus Kiefer

Die ehemalige Michael McNair-Kaserne wurde aufgrund ihrer Bedeutung für die Höchster Stadtbaugeschichte als Kulturdenkmal in die Denkmaltopographie der Stadt Frankfurt aufgenommen. Ein wesentlicher Aspekt dieser kulturellen Bedeutung ist der Architekturstil. Der Stadtbaumeister Paul Wempe prägte die Stadt Höchst in wesentlichen Elementen der vergangenen Stil-Epoche des Neoklassizismus. Seit der Erbauung in den 1920er Jahren wurde die Kaserne bis 1992 militärisch genutzt. Erst mit dem Abzug der US-Armee wurde eine umfassende Nutzungsänderung möglich. Im Interesse der Stadt Frankfurt lag eine möglichst zügige Entwicklung der gesamten Konversionsfläche (144.100m²). Der Ensemble-Schutz ist bindend. Die Sanierung, gesamte Architektenleistung und die Abstimmung mit dem Denkmalamt der Stadt Frankfurt übernahm die BSMF, Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH. Auf diese Weise wurde nicht nur ein Baudenkmal erhalten, Wohnungen, Läden, Büros und soziale Einrichtungen geschaffen, sondern es ist auch die behutsame Wiedereingliederung der Kaserne in das Höchster Stadtgefüge gelungen. Einer der ehemaligen Wohnflügel ist das hier vorgestellte „Konrad-Glatt-Haus“. In dem Wohnflügel ist heute eine Einrichtung für wohnungslose Männer und Frauen des Frankfurter Vereins für soziale Heimstätten e.V. untergebracht. Hier waren gestalterisch „höchst“ unpassende Kunststoff-Fenster eingebaut, die gegen denkmalgerechte Holzfenster ausgetauscht wurden. Die Binnengliederung sowie die Auswahl der Zierprofile definierte das Denkmalamt der Stadt Frankfurt, wie auch die Landesdenkmalpflege Hessen. 
Bemerkenswert hierbei ist, dass in den oberen Stockwerken bewusst auf die Sprossen verzichtet wurde. Ebenfalls bemerkenswert ist auch eine nutzerunabhängige Lüftung. Die neuen Fenster verfügen über von außen unsichtbare Fensterfalzlüfter. Die Fensterarbeiten wurden von der Schreinerei Alfred Müller aus Kalbach ausgeführt.

© Frankfurter Verein für soziale Heimstätten e.V. und BSMF mbH / Andreas Becker

Details zum Projekt
Ausführungsjahr:
2022
Ort:

Frankfurt Höchst
Deutschland

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