PaX trotzt der Ausbildungskrise in Corona-Zeiten

Laut der "Ausbildungsumfrage 2020" des Deutschen Industrie- und Handwerkskammertages (DIHK) hinterlässt die Corona-Krise deutliche Spuren auf dem Ausbildungsmarkt. Der Anfang Juli vorgestellt Jahresbericht kommt zu dem Ergebnis, dass das Ausbildungsangebot 7 Prozent unter Vorjahr liegt. Laut DIHK sei der Dialog zwischen Schulabgängern und Unternehmen in den vergangenen zwei bis drei Monaten quasi zum Erliegen gekommen.

PaX geht bewusst einen anderen Weg und hat in der Corona-Krise an allen Standorten zehn neue Auszubildende eingestellt. "Gerade jetzt sehen wir es als unsere Verpflichtung an, jungen Menschen eine Perspektive zu bieten. Das funktioniert am besten durch eine fundierte Ausbildung", sagt PaX-Personalleiterin Bettina Kunert. Allerdings habe PaX mit diesem Ausbildungsjahrgang vor einer besonderen Herausforderung gestanden: "Bei PaX arbeitet ein nicht unerheblicher Teil der MitarbeiterInnen wegen Corona im Homeoffice. Wir haben uns natürlich die Frage gestellt, wie wir die Auszubildenden in dieser Situation betreuen können." Eine Arbeitsgruppe haben sich deswegen im Vorfeld Gedanken gemacht, wie die Ausbildungsinhalte transportiert werden können. Früher habe ein Auszubildender häufig neben einem erfahrenen Mitarbeiter gesessen und von diesem gelernt. "Das geht natürlich bei einem Mindestabstand von 2 Metern nicht mehr. Wir setzen deswegen vermehrt auf Teamviewer, um den jungen Menschen die Software zu erklären, die wir bei PaX einsetzen", freut sich Bettina Kunert über die smarte Lösung. Auch sei das Ausbildungskonzept von PaX nun deutlich flexibler angelegt. "Wir haben die Wochenblöcke aufgelöst und setzen die Azubis genau dort ein, wo es gerade etwas zu lernen gibt." Das gestalte die Ausbildung ganz nebenbei abwechslungsreicher, verlange den Auszubildenden aber auch schnelles Umdenken ab. Bettina Kunert hat alle Personalverantwortlichen bei PaX für das Thema sensibilisiert. Alle hätten ein besonderes Augenmerk darauf, dass die Auszubildenden eingebunden seien. "Die ersten Rückmeldungen zeigen, dass die jungen Menschen das prima packen und diese neue Form der Ausbildung mittragen."

Ausbildung hat bei PaX schon immer eine wichtige Rolle gespielt. An vielen Stellen im Unternehmen sind echte "Eigengewächse" tätig, die das Handwerk bei PaX von der Pike auf gelernt haben. Andreas Kohl, Vorstand der PaX AG, sieht darin einen wichtigen Erfolgsfaktor des Unternehmens und erklärt "Für PaX hat sich der Aufwand bewährt, der mit einem Ausbildungsbetrieb einhergeht. Wir haben qualifizierten und motivierten Nachwuchs in unseren Reihen und setzen auch in Zukunft darauf, Arbeitsplätze mit PaX-erfahrenen Eigengewächsen zu besetzen."

Bild: Am Standort Ingelheim sind zwei Auszubildende in das neue Lehrjahr gestartet. Auf ein größeres Gruppenbild haben wir aus Gründen des Hygieneschutzes selbstverständlich verzichtet. (Foto: Katharina Buraczewski)

Zwei der neuen Auszubildenden bei PaX.
Datum
29.09.2020 - 16:04

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