Energiesparen

Aktuelle Meldungen: Energiesparen

KfW fördert mehr Sicherheitsfenster

01.04.2016

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) senkt ihre energetischen Anforderungen an Fenster der Widerstandsklasse 2 (RC2). Bisher mussten förderfähige Sicherheitsfenster einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,95 W/m²K aufweisen. In manchen Fällen war dieser Wert nur mit einem hohen Aufwand und entsprechend höheren Herstellungskosten verbunden. Deswegen hat die KfW nun reagiert. Ab dem 1. April 2016 gilt nur noch ein Wert von 1,1 W/m²K, um den Investitionszuschuss 430 "Energieeffizient Sanieren" beantragen zu können.

Neubauten müssen ab sofort effizienter gebaut werden

07.01.2016

Die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV) verschärft seit dem 1. Januar 2016 die Energiestandards für Neubauten erheblich. Bislang war es zulässig, die Bedingungen des in der EnEV definierten Referenzgebäudes einzuhalten. Seit diesem Jahr gelten nun strengere Vorgaben: Die primärenergetischen Zielwerte für Neubauten verringern sich um 25 Prozent. Bestandsimmobilien sind davon nicht betroffen.

Damit wird es nahezu unerlässlich, bei der Gebäudehülle neue Wege zu beschreiten. Fenster und Türen sollten einen hochdichten Abschluss bilden, damit der Wärmeverlust minimiert wird. Gleichzeitig empfehlen Experten eine geregelte Lüftung mit Wärmerückgewinnung. PaX stellt mit PaXaero ein Lüftungssystem zur Verfügung, das die neuen Anforderungen schon lange erfüllt. Selbstverständlich ist die Technik nahtlos in die Fenster und Türen von PaX integriert. Über eine Schnittstelle kann die Hausautomation für die perfekte Regelung sorgen und so einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die Anforderungen der EnEV 2016 eingehalten werden.

Architekten und Bauunternehmer geben Energieeffizienz den Vorzug

18.12.2014

Wie der verstärkte Fokus der Regierung auf das Themenfeld des energetischen Bauens zeigt, sind gerade Stichwörter wie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit zwei wichtige Kriterien, die im Zusammenhang mit dem Bau von Wohnungen und Wohngebäuden eine immer bedeutendere Rolle spielen. Daher können die Verarbeiter und Planer bei der Markenwahl immer häufiger vor folgenden Überlegungen stehen: Nehme ich nun die mir vertraute Marke oder gebe ich einer anderen Marke den Vorzug, die stärker den Aspekt der Nachhaltigkeit erfüllt? Diese Frage hat BauInfoConsult im Zusammenhang mit der aktuellen Jahresanalyse den deutschen Architekten, Bauunternehmer und SHK-Profis gestellt. Dabei wird deutlich, dass sich gerade Architekten und Bauunternehmer eher für die höhere Energieeffizienz entscheiden würden.

Je zwei Drittel der im Wohnungsbau tätigen Architekten und Bauunternehmer würden der höheren Energieeffizienz den Vorzug geben, wenn sie bei der Entscheidung über eine Marke vor der Wahl zwischen einer größeren Energieeffizienz und einer ihnen vertrauteren Marke stünden. Somit spricht sich hier eine Mehrheit deutlich für energieeffiziente Lösungen aus.

Die befragten SHK-Installateure sind sich dagegen uneins darüber, welchem Aspekt sie den Vorzug geben würden, wenn sie sich zwischen der ihnen geläufigen Marke und einer nachhaltigeren Lösung entscheiden müssten. So zieht die Hälfte der SHK-Profis die ihnen vertrauten Marken vor, wobei die andere Hälfte eher der Energieeffizienz den Zuschlag geben würde. Die stärkere Betonung der Marke im SHK-Handwerk hängt sicher auch mit der besonderen Bedeutung von starken Herstellermarken für die SHK-Branche zusammen, die sich mit diesem Qualitätsmerkmal insbesondere im Sanitärbereich gegenüber dem Baumarkt- und Online-Endkundenhandel positionieren möchten. Energieeffizienz ist für die Kunden der SHK-Installateure vor allem bei der Heizung relevant – also eher nur bei einem Tätigkeitsfeld der Sanitär- und Heizungsprofis.

Bei Architekten und Bauunternehmern, die in der Regel ja für das ganze fertige Gebäude verantwortlich sind, ist das Thema Energieeffizienz entsprechend etwas stärker im Fokus.

Gut Nachrichten für einen Hersteller wie PaX, der schon seit Jahrzehnten innovative Produkte auf den Markt bringt und die Entwicklung der Technik voran treibt.

Die Ergebnisse stammen aus der Jahresanalyse 2014/2015, der jährlichen Studie von BauInfoConsult zu Konjunktur und Entwicklungstrends in der Bau- und Installationsbranche. Die Jahresanalyse 2014/2015 kann bei BauInfoConsult bestellt werden (595 € zzgl. MwSt.).

Bundesregierung unterstützt energetische Sanierung mit einem Steuerbonus

03.12.2014

Das Bundeskabinett hat heute das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 beschlossen. "Das ist das umfangreichste Maßnahmenpaket, das je eine Bundesregierung zum Klimaschutz vorgelegt hat", sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. "Damit zeigen wir, dass wir uns nicht nur Ziele setzen, sondern sie auch einhalten. Das ist ein wichtiges vertrauensbildendes Signal für die Klimakonferenz in Lima." Mit dem Aktionsprogramm stellt die Bundesregierung sicher, dass Deutschland seine Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 reduziert. Dieses Ziel hatte sich die Regierung 2007 gesetzt. Ohne das Programm hätte Deutschland aktuellen Projektionen zufolge das Ziel um 5 bis 8 Prozentpunkte verfehlt.

Mit 25 bis 30 Millionen Tonnen den größten Anteil macht die Energieeffizienz aus mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) des Bundeswirtschaftsministeriums. Dazu kommen weitere Maßnahmen im Bereich "Klimafreundliches Bauen und Wohnen" (1,5-4,7 Millionen Tonnen). 10 bis 25 Prozent der Sanierungskosten sollen ab 2015 über zehn Jahre von der Steuerschuld abgezogen werden können.

Zusätzliche Maßnahmen im Stromsektor tragen 22 Millionen Tonnen bei. Der Verkehrsbereich trägt mit 7-10 Millionen Tonnen zum Aktionsprogramm bei. Dazu kommen noch Maßnahmen zur Minderung nicht energiebedingter Emissionen in Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Abfallwirtschaft (3-7,7 Millionen Tonnen) sowie in der Landwirtschaft (circa 3,6 Millionen Tonnen).

Die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand ist ebenfalls von besonderer Bedeutung, etwa die öffentliche Beschaffung und die energetische Sanierung öffentlicher Liegenschaften. Diese Maßnahmen zusammen können einen Beitrag von mindestens 3 bis 4 Millionen Tonnen bis 2020 erbringen, so dass über das Gesamtvolumen des Programms in Höhe von 78 Millionen Tonnen hinaus eine Minderung von 82 Millionen Tonnen erreicht werden kann.

Darauf müssen Sie beim Kauf neuer Fenster achten

21.08.2014

Darauf müssen Sie beim Kauf neuer Fenster achten

Die Anforderungen an moderne Fenster sind fast schon absurd: Sie sollen dafür sorgen, dass die Wärme im Winter drinnen und im Sommer draußen bleibt. Sie sollen elegant aussehen, sich leicht öffnen lassen, aber auch sicheren Schutz vor Einbrechern bieten. Sie sollen genug Licht durchlassen und trotzdem einen guten Sonnenschutz bieten. Hausbesitzer sollten deswegen beim Fensterkauf genau vergleichen, was Fenster leisten.

Sicherheit:
Nicht jedes Fenster benötigt einen Einbruchschutz. „Am meisten Sinn macht es, im Erdgeschoss, an der großen Terrassentür oder an leicht zugänglichen Stellen einbruchhemmende Fenster einzubauen. Im zweiten oder dritten Stockwerk braucht man nicht unbedingt Sicherheitsfenster“, sagt Alexander Frank, Sicherheitsexperte und beim Fensterhersteller PaX für das Sicherheitssystem PaXsecura zuständig.
Ein einbruchhemmendes Fenster besteht aus vielen Komponenten, die erst im Zusammenspiel für die nötige Sicherheit sorgen. Beschlagarretierende Griffe, Pilzkopfbolzen, ein einbruchhemmender Beschlag und eine angriffhemmende Verglasung machen Einbrechern das Leben schwer.
Die Polizeiliche Kriminalitätsprävention der Länder und des Bundes empfiehlt im privaten Wohnungsbau Fenster ab der Widerstandsklasse 2 (RC2) nach DIN EN 1627 bzw. DIN V ENV 1627. Üblich sind aber auch Systeme der Widerstandsklasse 3 (RC3), die mit zusätzlichen Sicherungssystemen wie einer Verschiebesicherung ausgestattet sind.

Gesamtenergiedurchlass:
Der Gesamtenergiedurchlassgrad von Verglasungen durch Sonneneinstrahlung, wird durch den g-Wert angegeben. Das PaXsolarWhite-Glas beispielsweise hat einen g-Wert von 0,6 das bedeutet 60% der eingestrahlten Energie werden in den Raum gelassen. Gerade im Winter lässt sich auf diese Weise Energie sparen, denn der solare Energiegewinn ist eine kostenlose Ergänzung zur Heizenergie. Je niedriger ihr g-Wert, desto weniger Sonnenwärme gelangt ins Haus. „Dies bedeutet gerade in Übergangszeiten, dass die Heizung früher eingeschaltet werden muss“, erklärt Peter Neeb, Glasexperte bei PaX.

Wärmedämmung:
Wichtigster Wert beim Energie sparen ist der sogenannte Uw-Wert. Dieser Wärmedurchgangskoeffizient gibt an, wie viel Energie pro Quadratmeter verloren geht, wenn sich die Temperatur auf beiden Seiten um ein Grad unterscheidet. Die Einheit ist W/(m²K). Das heißt, je niedriger der Uw-Wert eines Fensters, desto weniger kostbare Energie geht verloren. Die Energieeinsparverordnung sieht für Fenster in Bestandsimmobilien einen Uw-Wert von 1,3 vor. Selbstverständlich gibt es auch Fenster mit einer deutlich besseren Dämmwirkung. „Das PaXsolarWhite Fenster zum Beispiel erreicht einen Uw-Wert von 0,76 und das PaXsolarWhite plus Fenster bringt es sogar auf einen Uw-Wert von nur 0,71“, sagt Neeb.

Helligkeit:
Wie viel Licht ein Fenster durchlässt, hängt von seiner Dicke und den Eigenschaften der Verglasung ab. Die Lichtdurchlässigkeit wird durch den TL-Wert immer in Prozent angegeben. Weist ein Fenster einen TL-Wert von 70% auf, ist dies der Anteil des sichtbaren Lichts, der durch das Fenster dringt. Gute Fenster weisen einen Wert zwischen 70 und 80 Prozent auf.

Schallschutz:
Mit geeigneten Schallschutzfenstern können Sie an stark befahrenen Straßen den Lärm reduzieren.
Im Wesentlichen kommt es beim Schallschutz auf das Gesamtelement an: Fensterrahmen, Fugendichtung, Baukörperanschluss sowie Scheiben müssen die geforderten Schalldämmwerte erreichen. Je nach Anforderungen stattet PaX die Fenster mit Schalldämmfolien und Gasfüllung aus. „Schon PaXabsolut-Fenster mit Standard-Isolierverglasung erreichen die Schallschutzklasse 2. PaX bietet eine Vielzahl an speziellen Schallschutz-Verglasungen an, um für jede Belastungssituation eine möglichst wirtschaftliche Lösung zu finden“, sagt Neeb.

Sonnenschutz:
Sonnenschutzgläser haben in der Regel eine Lichtdurchlässigkeit zwischen 45 und 65 Prozent. Allerdings sind das fixe Werte. Im Sommer ergibt sich so ein guter Sonnenschutz, im Winter jedoch ist die geringe Lichtdurchlässigkeit eher hinderlich: In der dunklen Jahreszeit wäre es eigentlich wünschenswert, wenn so viel Licht wie möglich ins Haus gelangt. Daher ist es am sinnvollsten, Fenster mit einem externen Sonnenschutz auszustatten. Der Abminderungsfaktor FC gibt an, wie effektiv die Sonnenschutzvorrichtung den Energieeintrag unterbindet. Der Wert 0 entspricht einem (theoretisch) perfekten Sonnenschutz und der Wert 1 keinem Sonnenschutz. Je geringer der FC-Wert, desto weniger Energie gelangt ins Rauminnere. „PaX liefert Sonnenschutzsysteme vormontiert ab Werk. Die Komponenten sind fertig eingestellt und lassen sich deswegen leichtgängig bedienen“, sagt Christian Engels, der bei PaX für den Bereich Sonnenschutz verantwortlich ist. Mit Rollläden, Raffstoren und ZipSCREEN stehen unterschiedliche Systeme zur Verfügung, die ganz auf die baulichen Gegebenheiten abgestimmt werden können. (mk) 

Service:
Die KfW-Förderbank unterstützt den Fenster-, und Türenaustausch.
http://www.pax.de/news/kfw-foerdert-einbruchhemmende-fenster-tueren

 

Große Fensterflächen steigern den Komfort und senken die Nebenkosten

14.11.2013

Dass das natürliche Tageslicht im Haus oder in der Wohnung einmal zu einem schlagenden Kauf- oder Mietargument werden würde, hätte vor 30 oder 40 Jahren noch niemand vermutet. Die Räume mussten damals praktisch geschnitten sein, für Helligkeit sorgten wenig effiziente Glühbirnen, die mit billigem Atom- und Kohlestrom versorgt wurden. Heute ist Strom teurer, denn er wird zunehmend aus regenerativen und umweltfreundlichen Energiequellen gewonnen. „Je höher der Strompreis steigt, umso wichtiger wird deshalb der Einsatz von Tageslicht. Und umso mehr Fensterfläche ein Haus hat, desto länger können Lampen über den Tag hinweg ausgeschaltet bleiben“, so der Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF), Ulrich Tschorn. Außerdem sorgen die durch große Fensterflächen gelangenden, wärmenden Sonnenstrahlen für eine niedrigere Heizungsrechnung.

 

In dunklen Kammern, wie sie früher in Altbauten ganz üblich waren, will heute niemand mehr wohnen. „Schön hell“ soll es sein, Kunstlicht ist – als Beispiel sei hier das Bad ohne Tageslicht genannt – fast schon verpönt. „Das ist aus vielen Gründen verständlich: Tageslicht fördert sowohl die Konzentrationsfähigkeit als auch das Wohlbefinden. Hier helfen große Fensterflächen weiter – in der Hausfassade und zusätzlich im Dach“, so Tschorn. Das gilt zum einen für Wohnhäuser, die mit entsprechenden Fensterflächen zu wahren Lichtoasen werden, aber auch für die Gebäude großer Unternehmen, bei denen transparente Fassaden und großformatige, verglaste Dachflächen für ein attraktives Arbeitsumfeld sorgen.

 

Viele Vorteile sprechen für große Fensterflächen

 

Große Fenster- und Fenstertüren in der Fassade und im Dachgeschoss bringen heute dank einer fortschrittlichen Wärmedämmung jede Menge Vorzüge mit sich. Im Frühjahr, Herbst und Winter können die Heizkosten dank der kostenlosen Sonnenwärme erheblich gesenkt werden. „Wichtig ist dann aber, an den Sonnenschutz im Sommer zu denken. Hier helfen unter anderem Markisen, Rollläden, Jalousien und Plissees“, erklärt Tschorn. Mittels Sensortechnik kann die Verschattung automatisch so gesteuert werden, dass im Sommer und Winter die aus energetischen Gesichtspunkten jeweils sinnvollste Position gewählt wird: So öffnet sich der Rollladen in der kalten Jahreszeit bei Sonnenschein von selbst, um von solaren Energiegewinnen zu profitieren. Wenn es dunkel wird, schließt er sich, um die Wärmedämmung des Fensters zu verbessern. Zusätzlich hilft das gewonnene Tageslicht beim Strom sparen: In Räumen, die früher traditionell mit wenig Tageslicht auskommen mussten, kann das Kunstlicht tagsüber ausgeschaltet bleiben und in den Morgen- und Abendstunden kann in allen Räumen im Haus oder in der Wohnung das Licht früher aus- und später wieder eingeschaltet werden. „Das bringt bereits im Wohnbau und ganz besonders im Nichtwohnbau über das Jahr gesehen erhebliche Einsparungen“, so der VFF-Geschäftsführer. Eine blendfreie und optimale Ausleuchtung des Raumes kann durch besondere Lamellensysteme erreicht werden, die es in Form von Aluminium-Raffstores oder als der Fassade vorgehängte Systeme aus Textilien, Glas oder Metall gibt. „Dazu kommen mit Spiegeln versehene Lichtschächte, die das Tageslicht auch in ansonsten dunkle Bereiche des Gebäudes lenken können“, erklärt Tschorn.

PaX liefert Rollläden bereits fertig montiert ab Werk. „Damit können Kunden sicher sein, dass Rollladen und Fenster perfekt aufeinander abgestimmt sind“, sagt Christian Engels, Produktmanager für Beschattungssysteme bei PaX. „In unseren Werken arbeiten unsere Fachleute jeden Tag an Rollläden und Raffstoren. Sie kennen deswegen jeden Kniff und können so ein optimales Produkt ausliefern.“ Ein weiterer Vorteil: An der Baustelle lassen sich die Elemente besonders schnell einbauen. „Der Baukörper ist also schneller dicht, was gerade in den kalten Jahreszeit ein großer Vorteil für Bauherren und Planer.“

 

Für ausreichend Privatsphäre sorgen satinierte oder geätzte Glasoberflächen, elektrisch schaltbare Verglasungen, die von klar auf matt wechseln oder ihre Farbe ändern. Solche HighTech-Werkstoffe erobern gerade erst den Markt. (VFF/DS/PaX)

Bundesregierung verabschiedet EnEV 2014

16.10.2013

Die Bundesregierung hat die Novelle zur Energieeinsparverordnung (EnEV) mit den vom Bundesrat vorgesehenen Änderungen beschlossen. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Die Novelle leistet hierzu einen bedeutsamen Beitrag.

Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Peter Ramsauer, sagte in Berlin: "Die für das Gelingen der Energiewende wichtige Novellierung der EnEV ist damit erfolgreich abgeschlossen. Dies ist eine Novelle mit Augenmaß im Rahmen der wirtschaftlichen Vertretbarkeit. Eigentümern, Wirtschaft und Mietern werden keine untragbaren neuen Lasten aufgebürdet."

Kernelement der Novelle ist eine Anhebung der Effizienzanforderungen für Neubauten um einmalig 25 Prozent ab 1. Januar 2016. Bestandsgebäude sind von diesen Verschärfungen ausgenommen. Zudem wird die Bedeutung des Energieausweises als Informationsinstrument für die Verbraucherinnen und Verbraucher gestärkt.

Der scheidende Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, sagte: "Mit dem heutigen Beschluss setzt die Bundesregierung anspruchsvolle und zugleich wirtschaftlich vertretbare Standards für Neubauten. Ganz bewusst machen wir keine neuen Vorgaben für Bestandsbauten."

Mit der Novellierung der EnEV werden ein Beschluss der Bundesregierung zur Energiewende im Gebäudebereich sowie die europäische Gebäuderichtlinie vollständig umgesetzt. Der Bundesrat hatte am 11. Oktober 2013 der Vorlage der Bundesregierung weitgehend zugestimmt. Auf Wunsch des Bundesrates werden zusätzlich Effizienzklassen für Gebäude in Energieausweisen und Immobilienanzeigen eingeführt, um die Transparenz auf dem Immobilienmarkt weiter zu verbessern. Zudem sollen auf Verlangen des Bundesrates ab dem Jahr 2015 so genannte Konstanttemperatur-Heizkessel (Standard-Heizkessel, die ihre Temperatur nicht, wie modernere, der gefragten Heizleistung entsprechend anpassen) nach 30 Betriebsjahren stillgelegt werden. Ausgenommen sind selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser.

Die Betroffenen, insbesondere in der Bauwirtschaft, erhalten ausreichend Zeit, um sich auf die neuen Vorgaben der EnEV einzustellen. Sie treten im Wesentlichen erst sechs Monate nach der Verkündung in Kraft, das heißt, voraussichtlich im Frühsommer 2014.

Die wichtigsten Neuerungen der EnEV 2014

Mit dem Beschluss der Bundesregierung vom 16. Oktober 2013, die vom Bundesrat geforder-ten Änderungen an der Novellierung der Energieeinsparverordnung zu übernehmen, wurde das Verordnungsgebungsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Die novellierte EnEV tritt sechs Monate nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft.

Wesentliche Inhalte der Novellierung der EnEV

1. Vorgaben für das Bauen

  • Angemessene und wirtschaftlich vertretbare Anhebungen der energetischen Anforderungen an Neubauten ab dem 1. Januar 2016 um durchschnittlich 25 Prozent des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs und um durchschnittlich 20 Prozent bei der Wärmedämmung der Gebäudehülle - dem sogenannten zulässigen Wärmedurch-gangskoeffizienten.
  • Die Anhebung der Neubauanforderungen ist ein wichtiger Zwischen-Schritt hin zum EU-Niedrigstenergiegebäudestandard, der spätestens ab 2021 gilt.
  • Ab dem Jahr 2021 müssen nach europäischen Vorgaben alle Neubauten im Niedrigstenergiegebäudestandard errichtet werden. Für Neubauten von Behördengebäuden gilt dies bereits ab 2019. Das sieht im Wege einer Grundpflicht das bereits geänderte Energieeinsparungsgesetz, das im Juli dieses Jahres bereits in Kraft getreten ist, vor. Die konkreten Vorgaben an die energetische Mindestqualität von Niedrigstenergiegebäuden werden rechtzeitig bis spätestens Ende 2016 – für Behördengebäude - beziehungsweise Ende 2018 – für alle Neubauten - festgelegt.
  • Bei der Sanierung bestehender Gebäude ist keine Verschärfung vorgesehen. Die Anforderungen bei der Modernisierung der Außenbauteile sind hier bereits sehr anspruchsvoll. Das hier zu erwartende Energieeinsparpotenzial wäre bei einer zusätzlichen Verschärfung im Vergleich zur EnEV 2009 nur gering.
  • Auf Wunsch des Bundesrates wurde die Pflicht zum Austausch alter Heizkessel (Jahrgänge älter als 1985 bzw. älter als 30 Jahre) erweitert. Bisher galt diese Regelung für Kessel, die vor 1978 eingebaut wurden. Nicht betroffen sind Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel, die einen besonders hohen Wirkungsgrad haben Erfasst werden demnach nur sogenannte Konstanttemperaturheizkessel. Der Anwendungsbereich der Pflicht ist also begrenzt. In der Praxis werden die Kessel ohnehin im Durchschnitt nach 24 Jahren ausgetauscht. Außerdem sind viele selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser von der Pflicht ausgenommen. Hier gilt die bereits seit der EnEV 2002 bestehende Regelung fort, nach der Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die am 1. Februar 2002 in diesen Häusern mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben, von der Austauschpflicht ausgenommen sind. Im Falle eines Eigentümerwechsels ist die Pflicht vom neuen Eigentümer innerhalb von zwei Jahren zu erfüllen.

2. Vorgaben für Energieausweise

  • Einführung der Pflicht zur Angabe energetischer Kennwerte in Immobilienanzeigen bei Verkauf und Vermietung: Auf Wunsch des Bundesrates ist Teil dieser Pflicht nun auch die Angabe der Energieeffizienzklasse. Diese umfasst die Klassen A+ bis H. Die Regelung betrifft allerdings nur neue Energieausweise für Wohngebäude, die nach dem Inkrafttreten der Neuregelung ausgestellt werden. Das heißt: Liegt für das zum Verkauf oder zur Vermietung anstehende Wohngebäude ein gültiger Ener-gieausweis nach bisherigem Recht, also ohne Angabe einer Energieeffizienzklasse, vor, besteht keine Pflicht zur Angabe einer Klasse in der Immobilienanzeige. Auf diese Weise können sich die Energieeffizienzklassen nach und nach am Markt etablieren.
  • Präzisierung der bestehenden Pflicht zur Vorlage des Energieausweises gegenüber potenziellen Käufern und Mietern: Bisher war vorgeschrieben, dass Energieausweise „zugänglich“ gemacht werden müssen. Nun wird präzisierend festgelegt, dass dies zum Zeitpunkt der Besichtigung des Kauf- bzw. Mietobjekts geschehen muss.
  • Darüber hinaus muss der Energieausweis nun auch an den Käufer oder neuen Mieter ausgehändigt werden (Kopie oder Original).
  • Einführung der Pflicht zum Aushang von Energieausweisen in bestimmten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr, der nicht auf einer behördlichen Nutzung beruht, wenn bereits ein Energieausweis vorliegt. Davon betroffen sind beispielsweise: größere Läden, Hotels, Kaufhäuser, Restaurants oder Banken.
  • Erweiterung der bestehenden Pflicht der öffentlichen Hand zum Aushang von Energieausweisen in behördlich genutzten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr auf kleinere Gebäude (mehr als 500 qm, bzw. ab Juli 2015 mehr als 250 qm Nutzfläche mit starkem Publikumsverkehr).

3. Stärkung des Vollzugs der EnEV

  • Einführung unabhängiger Stichprobenkontrollen durch die Länder für Energieausweise und Berichte über die Inspektion von Klimaanlagen (gemäß EU-Vorgabe).

dena bekräftigt: Energetische Gebäudesanierung lohnt sich

05.04.2013

Berichterstattung über Finanzierung von Energieeffizienz führt in die Irre

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) weist aufgrund der aktuellen Berichterstattung ausdrücklich darauf hin, dass sich die energetische Sanierung von Gebäuden wirtschaftlich rechnet. „Die Mehrkosten für die energetischen Maßnahmen lassen sich über die Energieeinsparung refinanzieren. Das zeigen hunderte Praxisbeispiele der dena“, betont Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung und Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea).

Ein Artikel in der Tageszeitung Die Welt vom 30. März hat die Wirtschaftlichkeit der energetischen Gebäudesanierung infrage gestellt. Der Artikel bezieht sich auf eine im Auftrag der KfW Bankengruppe erstellte Studie der Prognos AG, die die volkswirtschaftlichen Effekte der KfW-Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren untersucht. Im Beitrag wird jedoch nicht unterschieden zwischen den Kosten, die ohnehin für Neubau oder Sanierung anfallen, und den Mehrkosten, die energiesparende Maßnahmen verursachen. In der Bilanz dürfen nur die für Energieeffizienz relevanten Mehrkosten den Energieeinsparungen gegenübergestellt werden.

„Gebäudeeigentümer sollten sich nicht durch irreführende Zahlenvergleiche beunruhigen lassen“, sagt Stephan Kohler. „Wenn ein neues Fenster eingebaut oder eine Fassade erneuert wird, fallen immer Kosten an, egal ob nun besonders energieeffizient oder nicht. Deswegen muss bei einer Sanierung genau untersucht werden, welche Maßnahmen sowieso für Instandhaltung oder Modernisierung nötig sind und welche explizit die Energieeffizienz verbessern. Vergleicht man die Kosten für Energieeffizienzmaßnahmen mit den Energieeinsparungen, wird klar: Die energetische Gebäudesanierung lohnt sich. Voraussetzung ist, dass die energetischen Maßnahmen mit ohnehin anstehenden Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten gekoppelt werden.“ Bauherren empfiehlt die dena, sich frühzeitig an einen qualifizierten Experten für die Planung und den Bau von Effizienzhäusern zu wenden. Bei der Suche hilft eine von der dena betreute Datenbank unter www.zukunft-haus.info/experten.

Ausführliche Informationen zur Wirtschaftlichkeit der energetischen Gebäudesanierung bietet die dena unter: www.zukunft-haus.info/sanierungsstudie.

Hier finden Sie die Stellungnahme der KfW.

 

Energie sparen geht jetzt auch im Denkmal

22.11.2012

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Denkmalschutz und Dreifachverglasung sind kein Widerspruch mehr. Im Gegenteil: Das neue PaXsolarWhite Plus eröffnet Architekten und Sanierern ganz neue Perspektiven.
Fenster sind bei der denkmalgerechten Sanierung oft ein neuralgischer Punkt: Die schmalen Ansichten der historischen Vorlage sind mit heute gebräuchlichen und energiesparenden Fensterprofilen nicht zu erreichen. PaX hat mit seinem Fensterprofil IV68 schon seit Jahren ein Fenster im Angebot, das den hohen denkmalpflegerischen Anforderungen entspricht.
2012 schlägt PaX das nächste Kapitel der Fenstergeschichte auf und nimmt ein Glas ins Programm, das sogar noch mitten im Winter solare Energie gewinnt, diese Energie im Raum hält und so Heizkosten spart.
„Die ständigen Novellierungen der Energieeinsparverordnung wird künftig den Einsatz von Zweifachverglasungen nahezu unmöglich machen. Ausnahmeregelungen für den Denkmalschutz entkoppeln den Denkmalschutz von durchaus sinnvollen technischen Weiterentwicklungen und Klimazielen, aber auch von entsprechenden Fördertöpfen. Mit PaXsolarWhite Plus haben wir als erster Hersteller eine Lösung für dieses Dilemma der Denkmalschützer", sagt Peter Neeb, Einkaufsleiter bei der PaX AG und geistiger Vater der neuen Verglasung. Mit PaXsolarWhite Plus erreicht der Hersteller mit einem für Denkmalschutzfenster gut geeigneten 36 Millimeter schmalen Glasaufbau nicht nur einen extrem guten Wärmedämmwert (Ug-Wert) von 0,5 W/(m²K), sondern auch einen hervorragenden Energiegewinn ab 60 Prozent (g-Wert). Damit lassen sich Fenster mit einem Uw-Wert von 0,71 W/(m²K) herstellen.
Im Gegensatz zu der sonst üblichen Standard-Dreifachverglasungen mit gelblichem Farbeindruck und Energiegewinnen im 40-Prozent-Bereich ist PaXsolarWhite Plus für Sanierungsspezialisten im Denkmalwesen besonders interessant, denn die insgesamt extrem farbneutrale Dreifachverglasung hat als äußerste der drei Scheiben ein ohnehin absolut neutrales Weißglas. „Statt dieser Weißglasscheibe kann auch ein historisches Glas eingebaut werden", erklärt Neeb. So können nicht nur die originalen Farbnuancen historischer Gläser im Innenraum wahrgenommen werden. Gleichzeitig werden damit historische Ansichten trotz moderner Verglasung bewahrt. Mundgeblasene oder gezogene Scheiben, wie sie früher verbaut wurden, haben immer für spannende Reflexionen auf dem Glas und damit in der Fassade historischer Gebäude gesorgt. Mit planem Floatglas ginge dieser Effekt verloren. PaXsolarWhite Plus ist deswegen besonders nahe dran am Original - trotz hochwertiger Dreifachverglasung. Ein besonderer Aufpreis für diese denkmalgerechte Sonderausstattung wird nicht fällig, Kunden zahlen lediglich den Differenzbetrag, den eine historische Scheibe mehr kostet als das äußere Weißglas des universell einsetzbaren neue Glas PaXsolarWhite Plus.
Ebenfalls für Denkmalschützer interessant: In ein an PaXsolarWhite Plus angelehntes Glas lässt sich auch ein weitgehender Schutz vor schädigender ultravioletter Strahlung integrieren. „Gerade in historischen Gebäuden von der mittelalterlichen Mühle bis zum barocken Schloss gibt es häufig eine schützenswerte Inneneinrichtung. UV-Strahlung greift nicht nur die Oberflächen an und lässt Farben verblassen, vielmehr zerstört die UV-Strahlung diese Objekte und lässt die gesamte Inneneinrichtung im Laufe der Zeit weiter altern", sagt Neeb. Eine entsprechend ausgestattete, an PaXsolarWhite Plus angelehnte Verglasung könne dafür sorgen, dass wertvolle Kulturgüter der Nachwelt erhalten bleiben.
PaXsolarWhite ist inzwischen einer der Verkaufsschlager von PaX. Neeb verwundert diese Erfolgsgeschichte nicht: „Schmale Ansichten gepaart mit einer sensationellen Energieeinsparung - das war bislang immer eine Entscheidung entweder... oder. Mit PaXsolarWhite Plus haben Denkmalschützer eine Sorge weniger. Ein hochmodernes Glas, das historisch aussieht, die Inneneinrichtung schützt, Energie spart und besonders helles Licht einfallen lässt - mehr geht nicht."