Remensniderhaus in Herford

Das Remensniderhaus von 1521 - die gelungene Sanierung führte zu dem Bundespreis 2001

Ein architektonisches Juwel ist das „Remensniderhaus“ in der Brüderstraße in Herford. Das reich verzierte Haus wurde im Jahre 1521 von Hinrick Aldach, genannt „Remensnider“ erbaut und gilt als eines der hervorragendsten Baudenkmäler Ostwestfalens.

Es handelt sich um ein dreigeschossiges Giebelhaus mit Tor von acht Gebinden Länge. Das 2. Obergeschoss ist an der nördlichen Giebelseite und östlichen Traufwand zweifach über gekehlten Knaggen vorkragend. Die Knaggen sind an der Giebelseite zur Brüderstraße mit Figuren beschnitzt. Auf einer Schwelle des Schaugiebels ist die Inschrift in lateinischen Worten erhalten: „Auxilio has Edes fido difendite divi Que frontispicio stemmata vestra gerunt“. - „Verteidigt dieses Haus mit der treuen Hilfe Gottes, das Euren Stammbaum in dem Giebel trägt“.

Oberhalb der Inschrift befinden sich die Wappen der Landesherren von Braunschweig, Ravensburg, Lippe, Schaumburg, Waldeck, Osnabrück und Köln. Mit den 21 Figurenknaggen ist das Remensniderhaus unter den spät-gotischen Fachwerkbauten Westfalens der künstlerisch bedeutendste Bau, der nach den Kriegszerstörungen der entsprechenden Fachwerkhäuser in Hildesheim und Braunschweig als Baudenkmal eine einzigartige Stellung in Norddeutschland einnimmt.

 

 

 

 

Seit 1981 steht es unter Denkmalschutz.

Ausstattung
Denkmalschutz
Besonderheiten
Kastenfensterekonstruktion, BHU Auszeichnung
Profil
Kastenfenster
Holzart
Eiche
Adresse

35052 Herford
Deutschland

Jahr
2000