Zwielichtige Gestalten nutzen die Dämmerung

Die Tage werden wieder kürzer, und in der Dämmerung haben es Einbrecher leichter, unbeobachtet ein Fenster aufzubrechen. "Neben der Tarnung hat die Dunkelheit noch einen großen Vorteil: Der Einbrecher sieht besser, ob jemand zuhause ist", sagt Alexander Frank, beim Fensterhersteller PaX für das Sicherheitssystem PaXsecura zuständig. Wenn ein Immobilie am frühen Abend stockdunkel ist, können Kriminelle davon ausgehen, dass niemand im Haus ist. Damit wissen sie, dass sie ungestört zu Werke gehen können.

Bei einem ungesicherten Fenster haben Einbrecher leichtes Spiel. Mit einem handelsüblichen Schraubenzieher lassen sich Standardfenster meistens in weniger als zehn Sekunden öffnen. Im Schutz der Dunkelheit fällt so ein Angriff selbst bei einer aufmerksamen Nachbarschaft kaum auf.

Die jüngste Kriminalstatistik spiegelt ein trauriges Bild wider: Gegen den Trend hat 2012 die Zahl der Einbrüche um knapp neun Prozent zugenommen. 144.117 Delikte hat die Polizei aufgenommen, und das bedeutet, dass alle drei bis vier Minuten in Deutschland ein Einbruch stattfindet. "Bei knapp 40 Prozent der Fälle bleibt es allerdings bei dem Versuch", sagt Frank. Dabei spiele vor allem eine Rolle, dass die Täter an Sicherheitseinrichtungen scheitern. "Einbrecher nehmen sich alles, nur keine Zeit. Wenn die merken, dass sie nicht weiter kommen, gehen sie lieber zum nächsten Haus", sagt Frank. Denn je länger sich ein Einbrecher an einem Fenster oder einer Tür zu schaffen mache, desto größer sei die Gefahr der Entdeckung. "Es ist mir einer erheblichen Lärmentwicklung verbunden, beispielsweise ein Sicherheitsfenster PaXsecura 200 aufzubrechen. Sowas kann der nächste Nachbar quasi nicht überhören."

Sichere Fenster sind sind dabei gar nicht teuer. Die Einstiegsvariante PaXsecura 050 kostet beispielsweise keine 20 Euro pro Fensterflügel. Für Frank ist das immerhin ein Anfang: "Damit entspricht das Fenster zwar noch keiner zertifizierten und geprüften Widerstandsklasse, die wir bei anderer Ausstattung anbieten, aber Gelegenheitstäter stehen bei einem solchen grundgesicherten Fenster bereits vor einer unlösbaren Aufgabe." Noch besser sei es, ein Fenster der Widerstandsklasse RC2 oder RC3 zu verbauen. Das empfehle auch die Kriminalpolizei, um bösen Buben die Arbeit so schwer wie möglich zu machen.

Datum

30.08.2013 - 09:53